Immuntoleranztest ITT®-Borrelien
Bei einer Infektion mit Borrelien kann es zu unterschiedlichsten klinischen Verläufen kommen: Idealfall führt die Infektion, die häufig an einer sich ausdehnenden Rötung um die Einstichstelle (Erythema migrans) erkennbar ist, zu einer starken Primärreaktion des Immunsystems mit resultierender Erregerelimination. Die Symptome dieser sogenannten Phase I ähneln denen eines grippalen Infektes (Fieber, Mattigkeit, Abgeschlagenheit). In manchen Fällen kann die Primärreaktion der Immunabwehraber die Ausbreitung der Bakterien im Körper nicht verhindern, es kommt zur Chronifizierung der Infektion(Phase II und Phase III). Je nach Lokalisation der Borrelien im Körper entstehen organspezifische Beschwerdebilder mit Entzündungen in den betroffenen Organen, z.B. bei einer Manifestation im Nervengewebe die sog. Neuroborreliose oder bei Manifestation in den Gelenken die sog. Lyme-Arthritis. Problematisch erweist sich häufig Jahre nach dem eigentlichen Zeckenstich die Diagnose solcher chronischer Beschwerdebilder als verschleppte Borrelieninfektion.
Diagnostik
Die klassische Diagnostik umfasst die Bestimmung borrelienspezifischer Antikörper (IgG, IgM) im Blut der Patienten, damit kann in vielen Fällen eine Infektion bestätigt werden. In fraglichen Fällen bietet die spezielle Immundiagnostik heute die Möglichkeit der Bestimmung der borrelienspezifischen T-Zell-Antwort als Marker einer aktiven Infektion. Immuntoleranztest Der Test beruht auf einer Primärkultivierung der lymphozytären Zellen des peripheren Blutes, die mit Antigenen der Borrelienstämme Sensu Stricto, Garinii und Afzelii konfrontiert werden. Als Negativkontrolle dient eine Kultur ohne Zugabe von Antigenen. Nach definierter Zeit werden die von den Zellen freigesetzten Immunbotenstoffe in den Kulturen bestimmt. Anhand des Botenstoffmusters in der Kultur kann abgeleitet werden, ob und welche Art von Reaktion des Immunsystems auf Borrelien vorliegt.Dadurch wird eine Differenzierung möglich zwischen:
· keiner Infektion,
· klinisch stummer Immunisierung
· klinisch relevanter aktiver Infektion
Der Test bietet sich aufgrund dieser differenzierten Aussage gerade bei Verdacht auf chronische
Verlaufsformen und unklarem/negativem serologischen Befund an.
Testdauer:
Der Test dauert wenige Tage, in der Regel erhält der Auftraggeber innerhalb von 1-2 Wochen nach
Einsendung den Testbericht.
Testkits:
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